QR-Code-Grundlagen

QR-Code-Versionen und -Größen, erklärt

QR-Codes gibt es in 40 Versionen von 21×21 bis 177×177 Modulen. Hier erfährst du, was Versionen bedeuten und wie sie Größe und Kapazität beeinflussen.

QR-Code-Versionen reichen von 1 bis 40, jede eine feste Rastergröße von winzigen 21×21 Modulen bis zu dichten 177×177 — und welche Version du am Ende bekommst, wird automatisch davon bestimmt, wie viele Daten du speicherst und wie viel Fehlerkorrektur du möchtest.

„Version" ist einer der am meisten missverstandenen QR-Begriffe. Er bedeutet keine Software-Veröffentlichung und keinen neueren Standard — er bedeutet Größe. Versionen zu verstehen macht offensichtlich, warum manche Codes spärlich und geräumig wirken, während andere wie feines Rauschen aussehen. Klären wir das auf. 🐾

Was bedeutet „Version" bei einem QR-Code?

Die Version eines QR-Codes ist schlicht seine Abmessung, gemessen in Modulen (den kleinen Quadraten). Es gibt 40 Versionen:

  • Version 1 ist 21×21 Module.
  • Jede Version höher fügt pro Seite 4 Module hinzu.
  • Version 40 ist 177×177 Module.

Du kannst die Größe jeder Version mit einer schnellen Formel ermitteln: Module pro Seite = 17 + 4 × Version. Version 5 ist also 17 + 20 = 37 Module breit. Höhere Version, größeres Raster, mehr Platz für Daten — und mehr, kleinere Quadrate zum Drucken.

VersionModule pro SeiteUngefähres Kapazitätsgefühl
121 × 21Ein kurzer Code oder ein paar Dutzend Ziffern
537 × 37Eine typische kurze URL
1057 × 57Eine längere URL oder Kontaktkarte
25117 × 117Viel Text; wird dicht
40177 × 177Maximale Kapazität; klein schwer scannbar

Wie wird die Version gewählt?

Hier ist der springende Punkt: Meist wählst du die Version nicht direkt. Ein guter QR-Generator wählt die kleinste Version, die deine Daten bei der gewählten Fehlerkorrektur-Stufe fassen kann. Sie ist ein automatisches Ergebnis von zwei Eingaben:

  1. Wie viele Daten du codierst — mehr Zeichen brauchen ein größeres Raster. Siehe wie viele Daten ein QR-Code fassen kann.
  2. Wie viel Fehlerkorrektur du möchtest — höhere Stufen reservieren mehr Platz und erzwingen eine größere Version. Unser Leitfaden zur Fehlerkorrektur erklärt den L/M/Q/H-Kompromiss.
Kurze Daten + leichte Fehlerkorrektur = niedrige Version = ein sauberer, leicht scannbarer Code. Lange Daten + starke Fehlerkorrektur = hohe Version = dicht und heikel.

Wie hängt die Version mit der Struktur des Codes zusammen?

Größere Versionen fügen nicht nur Datenmodule hinzu — sie fügen auch strukturelle Merkmale hinzu. Mit steigender Version:

  • Erscheinen mehr Ausrichtungsmuster, über das Raster verteilt, um Scannern zu helfen, Verzerrungen auf der größeren Fläche auszugleichen.
  • Wird ab Version 7 ein ausdrücklicher Versionsinformations-Block nahe zwei der Suchmuster hinzugefügt, damit Scanner die Größe bestätigen können.

Die drei Suchmuster, die Taktmuster und die Ruhezone bleiben über alle Versionen hinweg proportional gleich. Unser Leitfaden zur Anatomie eines QR-Codes verortet all diese Teile.

Was ist mit der physischen Größe — wie groß sollte ich ihn drucken?

Die Version legt die Anzahl der Module fest; die physische Größe liegt bei dir. Die Verbindung zwischen beidem ist die Modulgröße — wie groß jedes kleine Quadrat im Druck ist. Scanner brauchen Module, die groß genug sind, damit eine Kamera sie auflösen kann.

Die Faustregel zur Distanz

Eine weit verbreitete Richtlinie ist das Verhältnis 10:1: Die Scan-Distanz sollte höchstens etwa das Zehnfache der Breite des Codes betragen. Ein 3 cm breiter Code lässt sich bequem aus rund 30 cm Entfernung scannen. Soll er quer durch einen Raum gelesen werden? Dann muss er deutlich größer sein.

Genau deshalb ist es wichtig, die Version niedrig zu halten. Ein niedrigversioniger Code hat weniger, klobigere Module, sodass er selbst klein gedruckt scannbar bleibt. Ein hochversioniger Code, in dasselbe physische Quadrat gequetscht, hat winzige Module, die verschwimmen. Für Dimensionierung, Kontrast und Materialien in der Praxis siehe unseren Leitfaden zum Drucken von QR-Codes.

Warum werden größere Codes schwerer scannbar?

Es geht ganz um die Modulauflösung. Stell dir vor, Version 40 (177×177) auf eine Visitenkarte zu drucken. Jedes Modul wird mikroskopisch klein, und jedes Verwackeln der Kamera, schwaches Licht oder leichte Unschärfe löscht die feinen Details aus. Der Scanner kann ein Modul nicht mehr von seinem Nachbarn unterscheiden und der Code scheitert.

Die Lehre hallt unseren Kapazitätsrat wider: weniger codieren, größere Module drucken, zuverlässiger scannen. Wenn du merkst, dass du eine hohe Version brauchst, frag dich zuerst, ob sich der Inhalt kürzen lässt. Eine knappe URL in einem statischen Code schlägt eine ausufernde jedes Mal.

Können zwei Codes derselben Version unterschiedlich viele Daten fassen?

Ja — und das überrascht die Leute. Die Version legt die Rastergröße fest, aber nicht, wie dieses Raster zwischen deiner Nachricht und ihrer Fehlerkorrektur aufgeteilt wird. Ein Code der Version 10 bei Stufe L widmet die meisten seiner Module den Daten; derselbe Code der Version 10 bei Stufe H gibt einen großen Anteil an Wiederherstellungsbytes ab und lässt merklich weniger Raum für deine Nachricht.

Auch der Codierungsmodus zählt. Ein Code der Version 10, vollgestopft mit reinen Ziffern (numerischer Modus), fasst weit mehr als dieselbe Version mit einer URL aus gemischten Zeichen (Byte-Modus). „Version 10" bildet sich also nicht auf eine einzige Kapazitätszahl ab — es ist eine Größe, die je nach Fehlerstufe und Datentyp unterschiedliche Kapazitäten liefert. Unsere Leitfäden zur Datenkapazität und zu den Codierungsmodi schlüsseln diese Faktoren auf.

Passen Micro-QR-Codes hier hinein?

Es gibt eine separate, kleinere Familie namens Micro QR, mit ihrem eigenen winzigen Versionsbereich (M1–M4) und einem einzigen Suchmuster, gedacht für sehr kleine Markierungsaufgaben mit minimalen Daten. Sie gehören zur selben Standardfamilie, sind aber nicht die alltäglichen QR-Codes, die du auf Plakaten scannst. Für den allgemeinen Gebrauch — Links, WLAN, Kontakte — sind die Standardversionen 1–40 das, was dir begegnet.

Klug wählen

Du musst selten direkt über Versionsnummern nachdenken. Merke dir einfach die Kette von Ursache und Wirkung: Halte deine Daten kurz, wähle eine Fehlerstufe, die zum realen Risiko passt, und der Generator einigt sich auf eine niedrige Version, die gestochen scharf druckt und aus der Ferne scannbar ist. Alles andere folgt daraus.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der kleinste QR-Code?

Der kleinste Standard-QR-Code ist Version 1 mit 21×21 Modulen. Er fasst nur wenige Daten — ein paar Dutzend Ziffern oder ein sehr kurzes Textstück. Für noch kleinere Markierungen geht die separate Micro-QR-Familie noch weiter herunter.

Was ist der größte QR-Code?

Version 40 mit 177×177 Modulen. Er kann die maximale Kapazität speichern — Tausende von Zeichen —, aber die Module werden so fein, dass er schwer zu scannen ist, sofern er nicht groß gedruckt wird, weshalb er selten praktisch ist.

Kann ich eine bestimmte Version erzwingen?

Manche Generatoren lassen dich eine Mindestversion festlegen, aber das Werkzeug erhöht sie trotzdem, wenn deine Daten bei deiner gewählten Fehlerstufe nicht hineinpassen. Im Allgemeinen ergibt es den am besten scannbaren Code, wenn du den Generator die kleinste funktionierende Version wählen lässt.

Wie groß sollte ich meinen QR-Code drucken?

Verwende die ungefähre 10:1-Regel: Der Code sollte etwa ein Zehntel der maximalen Scan-Distanz betragen. Für einen Code, der auf Armlänge gescannt wird, sind ein paar Zentimeter in Ordnung; für Beschilderung, die quer durch einen Raum gelesen wird, mach ihn deutlich größer.

Bedeutet eine höhere Version einen neueren oder besseren Code?

Nein. Version bedeutet Größe, nicht Qualität oder eine Software-Veröffentlichung. Eine höhere Version fasst schlicht mehr Daten auf einem größeren Raster — und sie ist klein gedruckt sogar schwerer zu scannen, weshalb niedriger meist besser ist.

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